ANTHRONAUT UND ETHNOLOGE
Hi, ich bin Adolar
Ich bin der Host dieses Podcasts und führe dich durch die einzelnen Folgen. Bevor ich ein Anthronaut wurde, habe ich Ethnologie studiert – eine Wissenschaft, die mich bis heute fasziniert.
Hier erzähle ich dir mehr über mich, mein Studium, mein Raumschiff und was mich zu diesem Podcast inspiriert hat.

STUDIUM
Wie ich zur Ethnologie fand
Ich entdeckte die Ethnologie während einer Lebenskrise.
Damals war ich Anfang 20. Ich wollte eigentlich zum Film, hatte mehrere Praktika bei Filmproduktionen hinter mir und bewarb mich im Anschluss voller Euphorie an den Filmhochschulen in München, Berlin und Potsdam. Mein Traum war es damals, ein großer Filmproduzent zu werden. Doch dieser Traum zerplatzte. Ich wurde an keiner Filmhochschule angenommen. Aus die Maus.
Das war ziemlich frustrierend für mich, denn ich hatte mich jahrelang auf diesen einen Weg mental eingestellt. Plötzlich musste ich umplanen, nach neuen Berufswegen Ausschau halten. Mehr widerwillig als motiviert, holte ich Infos zu den Studienangeboten an mehreren deutschen Universitäten ein. Eine davon war die LMU München.
Philosophie, Indologie, Politikwissenschaft… und Ethnologie? Was ist das denn bitte? Das fragte ich mich damals. Die Beschreibung des Fachs laß sich gar nicht so schlecht: fremde Kulturen studieren… Sprachen… Rituale… Das packte mich. Ich sah mich schon als Indiana-Jones-Verschnitt quer durch die Welt reisen und meinen ethnologischen Studien nachgehen.
Spoiler: Aus dem Indiana-Jones-Ethnologen wurde nichts. Aber das Studium zog ich durch: Magister Artium in Ethnologie. Ich war der erste Akademiker in meiner Familie. Mama war stolz auf mich.
RAUMSCHIFF
Warum ich mir ein Raumschiff baute
Nachdem ich mein Studium abgeschlossen hatte, startete ich ins Berufsleben. Meine ersten Jobs bekam ich nicht, weil ich Ethnologie studiert hatte – sondern obwohl ich es studiert hatte. Ehrlich gesagt, wusste keiner meiner Arbeitgeber von damals, was die Ethnologie war. Ich war für sie einfach „der Geisteswissenschaftler“. Für mich war das okay.
Nach drei Jahren in Festanstellung wagte ich den Schritt, mich selbstständig zu machen. Ich wurde Freelancer und arbeitete als freier Social-Media- und Community-Manager für verschiedene Kunden (interessanterweise viele aus der Film- und Fernsehbranche – ich kam also doch noch zum Film, nur ganz anders als gedacht!).
Selbstständig zu sein und überwiegend vom Home Office aus zu arbeiten, gab mir genügend Freiraum, um mich noch mit anderen Dingen außer Kunden-Arbeit zu beschäftigen – mit Dingen, die mir am Herzen lagen. Eines davon war die Ethnologie.
Ich wusste: Auch wenn ich raus war aus der Uni, wollte ich mich weiter mit der Ethnologie beschäftigen. Ich fand das Fach erfrischend – und die Perspektiven, die ich kennenlernen durfte, zu wertvoll, um sie einfach links liegen zu lassen.
Also schmiedete ich einen Plan, wie die Ethnologie ein Teil meines Lebens bleiben konnte. Nach einigem Überlegen traf ich die Entscheidung, ein Raumschiff zu bauen. Ein kleines, gemütliches Raumschiff, mit dem ich durch das Weltall reisen konnte – zu weit entfernten Planeten, um dort fremde Spezies und ihre Lebensweisen zu studieren. So ähnlich, wie das die Ethnolog:innen auf der Erde machten, deren Artikel und Bücher ich laß.
Meine Abenteuer halte ich seitdem mit einem Audio-Rekorder fest, um Interessierte wie dich daran teilhaben zu lassen. So wurde ich schließlich Anthronaut und Betreiber dieses Ethnologie-Podcasts. Cool, oder?
INSPIRATION
Adolars phantastische Abenteuer
Die Idee, ein Raumschiff zu bauen und damit auf Abenteuer-Reise zu gehen, kommt nicht von ungefähr. In den 1970er Jahren gab es eine ungarische Zeichentrick-Serie, die in Deutschland unter dem Titel „Adolars phantastische Abenteuer“ zu sehen war.
Ich sah die Serie vermutlich gegen Ende der 80er Jahre zum ersten Mal und fand sie direkt großartig. Adolar hatte eine Art aufblasbares Raumschiff. Damit flog er, meist begleitet von seinem Hund Schnuffi, ins All und erlebte allerhand Abenteuer.
Diese kleine Serie (es sind nur 13 Folgen erschienen) hat mich zum Anthronaut-Podcast inspiriert.
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