Das ist eine Exklusiv-Folge
Sie ist nur für Crew-Mitglieder zugänglich.
INHALT
Exklusiv-Folge zur Podcast-Reihe „Dinge, die wir sind“
Das ist die zweite von vier Exklusiv-Folgen für Crew-Mitglieder, die im Rahmen der Podcast-Reihe Dinge, die wir sind erscheinen. In dieser Podcast-Reihe taucht Adolar mit dir in die Welt der Dinge ein. Ihr schaut euch an, welche tiefgehenden Verbindungen es zwischen Dingen und Menschen gibt – und woher diese kommen. In der Ethnologie heißt dieses Forschungsfeld Materielle Kultur.
Das Erweiterte Ich von Russell Belk
In dieser Exklusiv-Folge knüpft Adolar an die letzte öffentliche Episode „Objekte schaffen Identität“ an, in der es darum ging, wie Gegenstände unsere Identität beeinflussen können.
Entscheidend ist dabei nicht das Objekt an sich, sondern die Geschichten und Erlebnisse, die wir mit einem Ding verbinden, wie der Ethnologe Hans Peter Hahn betont. Dadurch entstehen enge Bindungen, die so stark werden können, dass der Verlust dieses Gegenstands sich wie Schmerz, Leid oder innere Leere anfühlt.
Um dieses Phänomen besser zu verstehen, zieht Adolar das Konzept des Erweiterten Ich (engl.: extended self) des Konsum- und Verhaltensforschers Russell W. Belk heran. Dessen Grundidee lautet:
Unser Selbst endet nicht an der Hautoberfläche. Teile unserer Identität lagern wir nach außen aus – z.B. in Dinge.
Belk erklärt auch die Mechanismen, die zu solchen engen Bindungen führen können. Adolar findet das spannend und fragt sich, ob das Konzept des Erweiterten Ich auch auf kollektiver Ebene wirken kann?
Am Beispiel des deutschen Passes geht Adolar der Sache auf den Grund – denn gerade für Menschen mit Migrationsgeschichte kann dieser Pass das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit spürbar verändern.
In dieser Folge:
- Du lernst das Konzept des Erweiterten Ich (extended self) von Russell W. Belk kennen.
- Du erfährst, warum sich der Verlust mancher Dinge für uns so schmerzhaft anfühlen kann – so als würden wir ein Stück von uns selbst verlieren.
- Du verstehst die Mechanismen, die zu dieser engen Bindung zwischen Mensch und Ding führen können.
- Am Beispiel des deutschen Passes nimmst du den Gedanken mit, dass Objekte sogar die kollektive Identität verändern können.
QUELLEN
Ethnologische Quellen in dieser Folge
- Belk, Russell W. 1988: „Possessions and the Extended Self“. In: Journal of Consumer Research, Vol. 15, No. 2, S. 139-168
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